2xfux

Elisabeth und Silvia Fux sind Schwestern. Unzählige gemeinsame Projekte führten die beiden seit den frühen 70er Jahren durch.

2019 bildeten sie eine Künstlergruppe. Elisabeth ist bildende Künstlerin und Silvia ist freischaffende Illustratorin.

Twingi LandArt 2020

Ein Projekt der Künstlergruppe 2xfux

Vor bald hundert Jahren wurde zwischen Ernen und Binn eine Fahrstrasse durch die Twingischlucht gebaut um die Verbindung vom Goms, über den Albrunpass nach Italien zu gewährleisten. Der Versuch, die wilde Natur zu bändigen gelang nur bedingt und mit einem riesigen Aufwand an Zeit, Material und wohl auch Menschenleben.

Auch mit unserem Projekt wollen wir ein Stück weit die Natur bändigen, ihr „Kultur“ aufzwingen, indem wir in einer Grashalde mit mehrspurig geflochtenen Graszöpfen „Ordnung schaffen“. Dabei gilt es, von der Natur vorgegebene Hindernisse (wie z.B. Lücken, Steine und andere Überraschungen) mit kreativen Lösungen zu überwinden/umgehen ohne das selbstgesteckte Ziel aus den Augen zu verlieren.

http://www.twingi.wingit.ch

https://www.landschaftspark-binntal.ch/de/entdecken-erleben/veranstaltungen/alljaehrliche_veranstaltungen.php#gallery-1

der Caduceus

Projekt Leuker Wald

Ausschreibung des KulturNetz Brig

Wenn statt Gletschern Alpen glühn

Festival – Do 16. Januar bis So 02. Februar 2020

Der Klimawandel verändert unsere Landschaft, unsere Lebensgrundlage, unser Erleben, unser Denken und Fühlen. Es bedeutet Veränderung, der Heimat, der Zukunft gepaart mit Verlust und Chance. Dies betrifft uns alle. Die Auswirkungen spüren wir bereits heute, für die nachfolgenden Generationen werden sie noch deutlicher sein und ihr Leben im Vergleich mit heute grundlegend verändern. Das betrifft alle Bereiche des Lebens.

2xfux, Elisabeth Fux Mattig, Silvia Fux, Projekt Leuker Wald, 2019
2xfux, Elisabeth Fux Mattig, Silvia Fux, Projekt Leuker Wald, 2019

Leuker Wald: Ein Projekt der Künstlergruppe 2xfux

Die Fähigkeit, gezielt Feuer zu entfachen ist eine der wichtigsten Errungenschaften des Menschen. Schon früh war klar, welche Gefahren damit verbunden sind. Jedenfalls den Göttern war es klar: Dafür, dass er den Menschen zum Feuergebrauch verhalf, musste Prometheus lange büssen.

Im Sommer 2003 kam in den Walliser Alpen, am Südhang oberhalb der Stadt Leuk während einer Zeitspanne von 10 Tagen ein ganzer Berghang zum Glühen. Der grösste Waldbrand im Walliser Haupttal seit hundert Jahren fand statt.

Das Feuer nahm seinen Anfang durch die Hand eines Brandstifters. Wie so oft nahm der Wind dem Menschen das Geschehen aus der Hand und verhalf dem Feuer, sich über 300 Hektaren Wald auszubreiten. Das Feuer mottete mehr als zehn Tage weiter bis die Löscharbeiten eingestellt wurden.

In der Folge wurde entschieden, auf eine Wiederaufforstung zu verzichten und der natürlichen Entwicklung freien Lauf zu lassen. Ein weiser Entscheid, auch wenn er nicht zuletzt aus Kostengründen so gefällt wurde.

«Kontrolle abgegeben, beobachten und staunen» titelte Pro Natura in ihrem Magazin vom Oktober 2018. Pro Natura beschreibt darin, wie sich die natürliche Dynamik in eine richtige ‚Happy Hour‘ für die Biodiversität entwickelt hat.

Daraus entsteht ein neuer Wald, der den heutigen klimatischen Bedingungen viel besser entspricht als sein abgebrannter Vorgänger. Wer die abgebrannte Waldfläche, auf der nichts getan wurde, beobachtete, kam über die Jahre immer mehr ins Staunen über diese Entwicklung.

An diese «Happy Hour» knüpft unser Projekt an: Am aktiven Nichtstun. Die als falsch erkannten, aber gewohnheitsmässig und kulturell eingeforderten Handlungsweisen werden aktiv abgelehnt, um einen Raum zu schaffen, wo wahre Kreativität stattfinden kann. Mit wachsendem Vertrauen in das Leben.

Wenn wir überleben wollen, müssen wir uns einordnen in das Netzwerk der Natur. Wir sind ein Teil davon und müssen lernen, wo unsere Grenzen sind, welche Rolle wir spielen. Wir müssen wieder «bio-logisch» denken, im Sinne von: nach der Logik der Natur. Nur das ist nachhaltig.

Zwischen den schwarzen Stämmen des verbrannten Waldes, in der Atmosphäre der sich selbst heilenden Lebensgemeinschaft, setzen wir uns mit unseren Fragen und Sorgen hin und schauen um uns.

So möchten wir den neuen Wald in immer neuen Staunen wachsen sehen und von Menschenhand ungestört alt werden lassen. Denn je älter ein Baum wird, umso schneller wächst er und umso mehr CO2 kann er aufnehmen. Ein natürlich lebender Wald, lagert seinen Kohlenstoff im Boden.

Und so ist es wie in fast allen wichtigen Lebensbereichen: Wo es grünt, da können wir uns entspannen, denn da ist unsere  Existenz gesichert. Im Zusammenhang mit dem Klimawandel ist der Wald ein wichtiger Verbündeter des Menschen. Wenn wir ihn ungestört alt werden lassen.

Eile mit Weile

eine Projektidee mit Weinbergschnecken

2xfux, Elisabeth Fux Mattig, Silvia Fux, Eile mit Weile, ein Projekt mit Weinbergschnecken, 2020
2xfux, Elisabeth Fux Mattig, Silvia Fux, Eile mit Weile, ein Projekt mit Weinbergschnecken, 2020